Hitze. Gut vorbereitet.
Ein heißer Tag in der Musterstraße, von halb sieben bis zehn Uhr abends. Zu jeder Tageszeit steht hier, was Sie tun können: für sich, für Kinder und für ältere Menschen in Ihrer Nähe.
Jetzt lüften
Kurz nach Sonnenaufgang ist es draußen am kühlsten. Öffnen Sie jetzt möglichst alle Fenster gleichzeitig. Durch die Querlüftung kommt frische Luft schnell in alle Räume.
Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, bringt Lüften nichts mehr. Dann schließen Sie die Fenster.
Schauen Sie morgens nach, ob der Deutsche Wetterdienst für Ihren Kreis vor Hitze warnt. Die aktuelle Hitzewarnung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“
Sonne aussperren
Halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und verdunkeln Sie die Fenster, auf die die Sonne scheint. Am besten wirkt Schutz von außen: Rollläden, Fensterläden oder Außenjalousien. Helle Materialien werfen besonders viel Sonne zurück.
Wo das nicht geht, helfen Rollos und Jalousien innen. Auf Balkon oder Terrasse schaffen Markisen, Sonnensegel oder Sonnenschirme Schatten.
Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“
In den Schatten
Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Bleiben Sie möglichst im Schatten, am besten unter Bäumen: Sie spenden Schatten und kühlen die Luft. Große Flächen aus Asphalt oder Beton speichern Wärme, meiden Sie sie.
Auch im Schatten kommt noch etwa die Hälfte der UV-Strahlung an. Nehmen Sie Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher, dazu eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Beschäftigte“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Babys und Kinder“
Trinken, bevor der Durst kommt
Bei Hitze brauchen Sie über den Tag verteilt etwa zwei bis drei Liter. Trinken Sie ungefähr jede Stunde ein Glas, auch ohne Durst. Der Durst meldet sich erst, wenn der Körper schon viel Flüssigkeit verloren hat.
Gut sind Wasser, ungesüßter Tee und Saftschorle aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser. Alkohol und viel Kaffee belasten den Kreislauf. Haben Sie eine Herz- oder Nierenerkrankung, sprechen Sie Ihre Trinkmenge mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Menschen ab 65 und Angehörige“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Babys und Kinder“
Die heißeste Stunde
Am heißesten ist es nicht mittags, sondern am späten Nachmittag, zwischen 17 und 18 Uhr. Der aufgeheizte Boden gibt seine Wärme erst nach und nach an die Luft ab.
In der Wohnung sollten es tagsüber möglichst unter 26 °C sein, nachts unter 20 °C. Spätestens ab 32 °C am Tag oder 24 °C in der Nacht müssen Sie aktiv kühlen oder an einen kühleren Ort gehen.
Ein Ventilator hilft bis etwa 35 °C, darüber kann er die Überhitzung sogar fördern. Bleiben Sie im kühlsten Raum. Ist die Wohnung stark aufgeheizt, verbringen Sie täglich zwei bis drei Stunden an einem kühlen Ort, zum Beispiel in einer Bibliothek, einer Kirche oder einem klimatisierten Einkaufszentrum.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Babys und Kinder“
Klingeln Sie nebenan
Menschen ab 65 sind bei Hitze besonders gefährdet. Sie schwitzen weniger und haben seltener Durst. Am stärksten betroffen sind Hochbetagte ab etwa 75. Achten Sie besonders auf ältere Menschen, die allein leben und sich schlecht bewegen können.
Melden Sie sich bei älteren, kranken oder allein lebenden Menschen mindestens einmal am Tag. Fragen Sie, wie viel sie getrunken haben und wie warm es in der Wohnung ist.
Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“
Die Nacht kühlt ab
Jetzt ist es draußen kühler als drinnen. Öffnen Sie die Fenster und lüften Sie über Nacht bis in den Morgen. Schlafen Sie im kühlsten Raum, mit leichter Bettwäsche oder nur einem Laken aus Baumwolle.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hitze, wenn eine starke Wärmebelastung vorhergesagt ist und die Wohnungen nachts nicht mehr ausreichend abkühlen. Wer schlecht schläft, verkraftet die Hitze am nächsten Tag schlechter.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“ ; Deutscher Wetterdienst (DWD), „Hitzewarnungen“
Warnzeichen ernst nehmen
Schwindel, Schwäche, starker Durst oder Kopfschmerzen können erste Zeichen sein. Gehen Sie sofort an einen kühleren Ort, ruhen Sie sich aus und trinken Sie Wasser, kühl, aber nicht eiskalt. Holen Sie ärztliche Hilfe, wenn es nach einer Stunde Ruhe und Kühlung nicht besser wird.
Notruf bei Lebensgefahr
- Bewusstseinstrübung, Bewusstlosigkeit, Kreislaufkollaps oder schwere Atemnot können Zeichen eines lebensbedrohlichen Hitzschlags sein. Rufen Sie sofort die 112.
- Bis Hilfe kommt: Bringen Sie die Person in den Schatten oder an einen kühleren Ort. Öffnen Sie enge Kleidung. Kühlen Sie Kopf, Nacken, Hände und Beine mit feuchten Tüchern, kühl, aber nicht eiskalt.
- Bei Kindern ist erhöhte Körpertemperatur mit heißer, roter Haut, die nicht schwitzt, und starken Kopfschmerzen ein Notfall. Rufen Sie die 112.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze: alle wichtigen Tipps“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Beschäftigte“ ; Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Hitzeschutz für Babys und Kinder“
Hitzewarnung für Ihren Kreis
Geben Sie Ihren Landkreis oder Ihre kreisfreie Stadt ein. Sie sehen dann die aktuellen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in zwei Stufen: vor starker Wärmebelastung, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag über etwa 32 °C liegt und die Nacht wenig Abkühlung bringt, und vor extremer Wärmebelastung ab einer gefühlten Temperatur von 38 °C.
Verbindlich sind allein die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes auf dwd.de/warnungen und in der WarnWetter-App.
Unser Server holt die Warnungen alle 30 Minuten beim Deutschen Wetterdienst ab. Ihr Browser fragt dabei nur unseren Server, nicht den DWD.
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dwd.de/warnungen
Quelle: Deutscher Wetterdienst, Lizenz CC BY 4.0
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